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Grundlagen einer Kooperation zwischen einer Förderschule Schwerpunkt geistige Entwicklung und einer Regelschule (z.B. GS/ OBS)

Die Einrichtung einer Kooperationsklasse der Förderschule Schwerpunkt geistige Entwicklung an einer GS/OBS verfolgt die Zielsetzung, das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern weiter zu entwickeln.

Die Kooperationsklasse gehört organisatorisch weiter zur Förderschule. Sie bleibt verantwortlich für alle inhaltlichen und organisatorischen Belange. Lehrkräfte und Erzieherinnen, die in der Klasse arbeiten, sind Personal der Förderschule.

Die Kooperationsklasse hat an der GS/OBS eine Partnerklasse, mit der die Zusammenarbeit entwickelt wird.

Zur Durchführung einer Kooperation gibt es keine Bestimmungen oder konkret gefasste Vorgaben, wie z.B. Anzahl der gemeinsamen Unterrichtsstunden, Gruppengröße etc. Das soll ermöglichen, dass die beteiligten Pädagogen/innen uneingeschränkt alle individuellen Faktoren (z.B. Leistungsstärke und Lernbedürfnisse der beteiligten Schülergruppen oder Unterrichtsstile der Lehrkräfte) berücksichtigen und ihren Unterricht darauf abstimmen können. Es hat sich aber als sinnvoll erwiesen, die Anzahl der Stunden, die gemeinsam unterrichtet werden, festzulegen.

In der Regel wird der gemeinsame Unterricht in  Fächern erteilt, deren Zugangswege nicht schwerpunktartig kognitiv sind. Erfahrungsgemäß bieten sich Musik, Sport oder Kunst in besonderer Weise an, da sich hier vielfältige Möglichkeiten bieten, an einem Gegenstand auf sehr unterschiedlichem Niveau gemeinsam zu lernen.

In der Kooperationsklasse sind durchgehend zwei Pädagoginnen anwesend. Es ist möglich, diese personelle Besetzung methodisch z.B. nutzbar zu machen: für angeleitete Gruppenarbeit, Kooperation von Kleingruppen der Partnerklassen, Kooperation in einzelnen Phasen von Unterrichtsstunden usw. Ebenso ermöglicht sie flexibles Reagieren in der aktuellen Unterrichtssituation: so ist es zum Beispiel möglich, spontan den Unterricht für einzelne Schüler abzukürzen, wenn dies pädagogisch sinnvoll erscheint.

Für die Gruppe der Regelschüler bietet Kooperation unseres Erachtens die Vorteile…

  • vielfältige soziale Kontakte zu ermöglichen
  • die eigenen Wertmaßstäbe in Bezug auf Leistung und Persönlichkeit zu

erweitern

  • in veränderten Sozialformen zu lernen
  • durch die erweiterte Möglichkeit zur Öffnung von Unterricht zu profitieren.

Für die Gruppe der Schüler mit Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung bietet Kooperation unseres Erachtens die Vorteile…

  • Lernanlässe, die nur in kooperativen Zusammenhängen möglich sind
  • Verhaltens- und Sprachvorbilder der Regelschüler
  • Normalität im Lebensumfeld, Wohnortnähe, soziale Kontakte,
  •  gemeinsame Schule mit Geschwistern

erfahren zu können.

Die Bildung von Kooperationsklassen ist mittlerweile landesweit ein erfolgreiches Modell zur Weiterentwicklung des gemeinsamen Lernens.

Die Schule am Knieberg verfügt über langjährige Erfahrungen in diesem Bereich. So startete unsere erste Kooperationsklasse bereits im Schuljahr im Schuljahr 1997/98 an der Grundschule Adendorf. Nachfolgend ein kurzer Überblick über unsere aktuellen Kooperationen im Schuljahr 2017/18.

Kooperationsklassen an Grundschulen

Igelschule Hagen Klasse 1
Igelschule Hagen Klasse 2
Grundschule Lüne Klasse 1
Grundschule Melbeck Klasse 4
Grundschule am Sandberg, Ochtmissen Klasse 4
Grundschule Adendorf Klasse 3

 

Kooperationsklassen an Oberschulen

Schule am Katzenberg, Adendorf Klasse 5
Schule am Katzenberg, Adendorf Klasse 8
Hugo-Friedrich-Hartmann-Schule, Bardowick Klasse 5
Hugo-Friedrich-Hartmann-Schule, Bardowick Klasse 7

 

Kooperationsklassen an Berufsbildenden Schulen

Georg-Sonnin-Schule, BBS II Klasse 12a
Georg-Sonnin-Schule, BBS II Klasse 12b