Abschlussstufe

Abschlussstufe der Schule am Knieberg

Die Abschlussstufe unserer Schule umfasst die Jahrgänge 10-12. Grundlage der Arbeit dieser Stufe sind die Ziele und Grundsätze, die dem Gesamtkonzept der Schule zugrunde liegen. Prägende Gedanken sind Normalisierungsprinzip, größtmögliche Autonomie, Erwachsenenpädagogik und Selbstbestimmung.

Besondere Aufgabe dieser Schuljahre ist die ganzheitliche und umfassende Vorbereitung der Jugendlichen auf ein möglichst selbstständiges Leben als Erwachsener. Ihr kommt damit eine Brückenfunktion zwischen Kindheit und Erwachsenenleben zu.
Damit ist ein Auftrag beschrieben, der neben der Berufsorientierung, Berufsfindung und beruflichen Integration auch die Lernbereiche Ich-Erfahrung, Wohnen, Freizeit, Partnerschaft und Mobilität umfasst, die insgesamt wichtige Schwerpunkte des Unterrichts darstellen.

Entsprechend diesen Zielen finden sich in dieser Stufe auch veränderte Organisationsformen. Der Klassenunterricht tritt ein Stück zurück und wird ersetzt durch vorwiegend klassenübergreifende Angebote, in die sich die Schüler einwählen können.
So arbeiten die Schülerinnen und Schüler im Schwerpunkt Berufsvorbereitung an zwei Tagen in der Woche in klassenübergreifenden Arbeitsprojekten, wie z.B. Gartenbau, Werken, Hauswirtschaft und Textil.

Im Bereich Gartenbau wird diese Arbeit seit November 2003 an einem Unterrichtstag durch einen Gartenlandschaftsbauer unterstützt. Gemeinsam mit diesem arbeiten die Schülerinnen und Schüler außerhalb der Schule in realen Arbeitssituationen und haben dadurch die Gelegenheit, berufliche Grunderfahrungen und fachliche Kenntnisse handlungsorientiert zu erwerben. Hierdurch ist bei allen Schülerinnen und Schülern eine erhöhte Motivation entstanden, ein gestärktes Selbstbewusstsein und Selbständigkeit sind die Folgen.

Der Unterricht im Bereich Freizeit orientiert sich stark an dem Wunsch der Jugendlichen nach Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung. Freizeitaktivitäten in- und außerhalb der Schule werden organisiert. So findet seit längerem etwa viermal pro Jahr eine große Party statt, an der auch viele ehemalige Schülerinnen und Schüler regelmäßig teilnehmen.

Daneben bietet die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen, wie z.B. Freizeitassistenz, Sportverein und Kirche den heranwachsenden Jugendlichen zusätzliche Möglichkeiten auch außerhalb der Schule neue Erfahrungen zu sammeln.

Der Unterricht im Bereich Wohnen beinhaltet auch die Erkundung von Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung in der näheren und weiteren Umgebung von Lüneburg. Die Durchführung von realen Wohnpraktika in der Schulwohnung und die Teilnahme an Wohnpraktika in anderen Einrichtungen sind Bestandteil dieses Unterrichtsbereiches.

Jedes Schuljahr finden berufsvorbereitende Praktika statt. Für die Dauer von mindestens zwei Wochen erwerben die Schülerinnen und Schüler in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes oder/und in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung praktische Einblicke in die Anforderungen des späteren Arbeitslebens.

Die Mehrzahl der Schulabgänger wechselt nach der Abschlussstufe in den Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe, schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler gehen in der Regel in den Förderbereich der Lebenshilfe über.

Weitere Institutionen, die Abgänger unserer Schule aufnehmen sind z.B. der Bauckhof, Terra est Vita und der Hof Bockum. Hier besteht schon im Vorfeld der Schulentlassung ein enger Austausch. Seit 2001 besteht die Möglichkeit, ein zweijähriges Arbeitsvorbereitungsjahr (AVJ) an den Berufsbildenden Schulen in Lüneburg zu besuchen. Hierdurch sollen Schülerinnen und Schüler, die später auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten möchten die Gelegenheit einer breiten beruflichen Grundbildung erhalten. Diese Maßnahme wird durch eine Lehrkraft unserer Schule unterstützt.

Seit mehreren Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Verein Lüneburger Assistenz, der sich die Aufgabe gesetzt hat, Menschen mit Behinderung bei der Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu unterstützen.