Elternarbeit

Elternarbeit an der Schule am Knieberg hat eine Tradition, die in vielen Bereichen sich von dem unterscheidet, was allgemein mit Elternarbeit verbunden und vor ihr erwartet wird. Vielleicht liegt dies unter anderem an der besonderen Lebenssituation von Eltern mit Kindern mit geistiger Behinderung.

Die Elternarbeit hat eine breite Basis. Sie beginnt in den Klassen. Die im Verhältnis zu den allgemeinbildenden Schulen überschaubare Klassenstärke und die Unterrichtung durch Klassenteams eröffnen Eltern vielfältige Möglichkeiten, am Schulalltag ihrer Kinder teilzunehmen und ihn mitzugestalten.

Im Schulelternrat wird die Elternarbeit über die Elternvertreterinnen und Elternvertreter zusammengeführt. Der Schulelternrat besteht zurzeit aus 38 Mitgliedern, die sich regelmäßig in jedem Schuljahr zu vier Sitzungen treffen. Dabei werden neben inhaltlichen und organisatorischen Fragen des Schulalltags auch weiterführende Themen zur Schulentwicklung und Behindertenarbeit diskutiert, Meinungsbilder erhoben und gemeinsame Standpunkte formuliert. Einen Schwerpunkt bilden dabei Projekte, wie beispielsweise Elternbefragungen und Elterninformationstage, für deren konkrete Umsetzung Arbeitsgruppen gebildet werden.

Die Elternschaft ist mit vierzehn stimmberechtigten Mitgliedern in der Gesamtkonferenz vertreten. Zwei Mitglieder des Schulelternrats sind in den Kreiselternrat gewählt worden und vertreten dort die Förderschulen, wovon ein Mitglied dem Vorstand des Kreiselternrats als Beisitzer angehört. Des Weiteren ist die Elternschaft durch weitergehende Mitgliedschaften einzelner Personen mit Einrichtungen und Gremien der Behindertenarbeit vernetzt.

Die Elternschaft hat im Laufe der Zeit ein Selbstverständnis entwickelt, das die Schule als Ganzes begreift und bei dem die Schülerinnen und Schüler, ihre Ausbildung und Erziehung, die Vermittlung lebenspraktischer Fähigkeit und der Übergang von der Schule in den Beruf im Mittelpunkt stehen. Die schulpolitischen Entwicklungen, insbesondere die Neuerungen und Änderungen durch die Einführung der Eigenverantwortlichkeit werden als Handlungsauftrag gesehen.

Ein offener Umgang mit dem Kollegium und der Schulleitung fördert die Elternarbeit. Die Bereitschaft von Schulleitung und Kollegium, Kompetenzen der Eltern abzufragen und Eltern gestaltend in Entscheidungsprozesse einzubinden, ist ein Merkmal der Schule am Knieberg.

Schulelternrat, Mai 2007.

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